REBGUT - Die Weinherberge

Umbau | Sanierung | Anbau

REBGUT - Die Weinherberge

Umbau | Sanierung | Anbau

Objektbeschreibung:

In den Jahren 2010 - 2021 wurde das staatliche Weinversuchsgut in Lauda-Königshofen im lieblichen Taubertal nach längerem Leerstand in vier Bauabschnitten zu einem Vier-Sterne Hotel mit Restaurant und Veranstaltungsräumen umgestaltet und modernisiert.

Hierzu wurde eine Gesamtkonzeption entwickelt, welche die Belange eines historischen, staatlichen Weinversuchsgutes, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Wohnbebauung und der angrenzenden Weinberge, mit modernen Appartements und Hotelzimmern, Veranstaltungsräumen und eigener Gastronomie berücksichtigt.

 

Architektur:

Zunächst wurde das denkmalgeschützte Hauptgebäude umgebaut und für die neuen Nutzungen saniert. Der bestehende Anbau musste auf Grund massiver baulicher Mängel bis auf die Grundmauern zurückgebaut und in gleichen Abmessungen neu errichtet werden. Der neue Anbau mit moderner Küche und den sanitären Anlagen zeigt mit der naturgrauen Faserzementfassade einen wohltuenden Kontrast zu dem historischen Hauptgebäude. Das massive Hauptgebäude bildet mit den Nebengebäuden das Kernstück der traditionsreichen Hofanlage und schafft zusammen mit dem ehemaligen Weingewölbekeller den baulichen Rahmen für das repräsentative Restaurant und den Veranstaltungsraum im Kellergewölbe.

 

Im Erdgeschoss des Hauptgebäudes ist ein Weinrestaurant mit integriertem Weinverkostungsraum entstanden. Die Reduktion der Materialen auf Muschelkalk als Natursteinboden sowie Eichenholz für die präzise angefertigten, eingestellten und naturfarbenen Restaurantmöbeln stehen in engem Zusammenhang mit dem Weinbau. Der Zugang zu dem Restaurant erfolgt durch das sanierte Rundbogentor aus Holz, welches früher zur Anlieferung der Weintrauben diente.

 

Im ersten Obergeschoss wurden insgesamt vier helle, funktionale und großzügige Gästeappartements in die vorhandene Raumstruktur der ehemaligen Verwalterwohnung mit geringfügigen baukonstruktiven Veränderungen realisiert. Im Jahr 2021 entstanden im zweiten Obergeschoss zusätzlich noch einmal drei weitere Appartements. Die historische und denkmalgeschützte Mittelfluranlage wurde für die Erschießung der Appartements erhalten.

 

Die typisch fränkischen Muschelkalkwände im Gewölbekeller wurden schonend saniert ohne hierbei die bestehende Verfugung aus Trasskalkmörtel erneuern zu müssen. Zur Erhaltung der Weinkelleratmosphäre blieben die Wand- und Deckenoberflächen unbehandelt. Als Kellerboden ist auf Grund des hohen Grundwasserspiegels ein in Splittbett verlegter, natürlicher Ziegelsteinbelag gewählt worden, welcher die anstehende Bodenfeuchte hervorragend aufnehmen und speichern kann. Mit den akustisch wirksamen hellen Teildeckenflächen aus Gipskarton und der eingebauten Gebäudetechnik ermöglicht der Gewölbekeller eine zeitgemäße Nutzung als vielseitiger Veranstaltungs- und Tagungsraum in angenehmer Atmosphäre.